Rückblick 20ELF

So, mal wieder geht ein Jahr zu Ende und so bietet es sich an dieses ein wenig Revue passieren zu lassen ohne in Nostalgie zu verfallen – schließlich kann man Erkenntnisse auch während des Jahres sofort umsetzen und benötigt dafür nicht ein “besonders” Datum im Kalender. Man kann sein Leben eben nur mit dem Blick nach vorne leben und mit dem Blick nach hinten verstehen und sich somit mit allem Guten und allem Schlechten arrangieren und das Beste daraus machen.

Rein sportlich war es für mich ein ganz gutes Jahr was auch in einem klaren Zusammenhang damit steht, dass ich die meiste Zeit mit meiner Abschlussarbeit beschäftigt war und mir so den Tagesablauf selbst gestalten konnte…
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Winterfest

Wenigstens laut Kalender haben wir mittlerweile Winter weswegen ich mir Anfang Dezember Gedanken über geeignete Kleidung zum Mountainbiken gemacht habe. Sobald es kühler wurde oder schlechtes Wetter war habe ich bisher eine Jogginghose über eine normale, kurze Radlerhose gezogen was einerseits merkwürdig aussieht und andererseits auch nur bedingt zufriedenstellend war und ebenso waren meine dünnen Handschuhe welche ich zum Laufen trage und dort super Dienste leisten beim Fahrradfahren schnell überfordert was zu kalten und klammen Fingern führte.

Also war für mich klar: Thermohandschuhe sowie Armlinge und Beinlinge müssen her. Nach einiger Recherche habe ich beschlossen die Handschuhe von Northwave zu bestellen und bei den Arm- und Beinlingen die Eigenmarkenprodukte von Rose zu testen obwohl die komischer Weise in deren eigenen Onlineshop bisher noch keine Produktbewertungen haben wobei man im Notfall ja immer das gesetzliche Rückgaberecht beim Versandhandel nutzen kann.

Die Bestellabwicklung lief überraschend schnell was mich positiv überraschte da ich meine Bestellung per Vorauskasse bezahlt habe und dies oft zu Verzögerungen führt – bei Rose wohl nicht.

Die Verarbeitung der Arm- und Beinlinge ist in Ordnung, manche Nähte könnten etwas schöner sein aber für diesen Preis darf man keine Perfektion verlangen solange sie ihre Funktion gut erfüllen. Bei der Größe war ich mir unsicher weil keine Information verfügbar war woran man entscheiden soll ob man S, M, L oder XL benötigt – anhand der Beinlänge, der Durchmesser oder irgendwelchen anderen Faktoren? Ich habe auf gut Glück L bestellt und es passt wobei die Beinlinge beim Laufen (ja, ich habe sie schon beim Laufen getragen) merkwürdigerweise die ersten 2 Kilometer an den Oberschenkeln rutschten bevor ich sie dann “fest” bekommen habe…

Bisher habe ich die Rose Arm- und Beinlinge jedenfalls bei Temperaturen bis ca. -5 Grad bei Schnee in kurzen Hosen und mit Kurzarmshirt mit leichter Laufjacke getragen und war von der Wärme positiv überrascht – auch nach eineinhalb Stunden wird es nicht klamm sondern fühlt sich sehr angenehm an.

Die Handschuhe tragen sich bequem, könnten aber für meinen Geschmack bei L etwas größer sein. Größes Manko: Sie könnten oder müssten für meinen Geschmack etwas mehr wärmen als sie es tun, meine Finger wurden schon während einer kurzen Tour leicht kalt was nicht so cool ist wenn man damit noch sicher Bremsen, Lenken und Schalten will.

Also nach den ersten paar Nutzungen gibt es von meiner Seite eine klare Kaufempfehlung für die Eigenprodukte vom Rose-Versand, vor allem weil man die Beinlinge auch beim Laufen angenehm tragen kann was sicherlich auch für andere Läufer interessant sein dürfte die aus ästhetischen Gesichtspunkten lieber eine kurze Hose und Beinlinge tragen als diese häufig leider sehr unvorteilhaft aussehenden Running Tights.

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Weißer Adventskalender

Da gestern ein Sturm über Süddeutschland zog habe ich das verstecken der Florena Adventsüberraschung unfreiwillig auf heute verschieben müssen. Konsequenz: Wo es gestern noch herbstlich grün/braun war ist es heute weiß – wir haben Schnee!

Gefüllt ist die Kiste mit allerlei schönen Produkten von Florena men wie Duschgel, Rasierschaum, After Shave und Gesichtspflegenden Cremes und Fluids.

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Sturm Joachim sorgt für Verzögerungen

Wahrscheinlich hat es in den letzten 24 Stunden mehr geregnet als im gesamten November. Ist auch gut so, schließlich war der letzte Monat viel, viel zu trocken. Obwohl der Orkan in meinem Landkreis bei weitem nicht so heftig zuschlägt wie z.B. in Freudenstadt oder Ortenau halte ich es für keine kluge Idee bei diesem Wetter in den Wald zu gehen und die Florena-Adventskiste zu verstecken weil schon bei leichteren Stürmen hier immer wieder Äste abbrechen oder Bäume umstürzen und mir das Risiko zu groß ist weil sich vermutlich sowieso keiner bei diesem Wetter freiwillig auf die Suche nach der Kiste begeben würde.

Ich werde meine Kiste sobald sich der Orkan abgeschwächt hat morgen früh an den richtigen Ort bringen. Wer meinen gestrigen Beitrag gelesen hat kann sich nun denken, dass ich mich für einen der ersten drei Plätze entschieden habe (weil ich bei den zwei letzten ja nicht in den Wald müsste) und welcher dieser drei übergebliebenen Lieblingsorte es wird kann man der kluge Leser wohl auch aus dem gestrigen Beitrag folgern.

Detailbilder vom genauen Ablageplatz folgen morgen wobei diese möglicherweise überflüssig sind falls sich die Wettervorhersage bestätigt und heute Nacht noch Schnee fällt und man meinen Spuren folgen könnte.

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Natur erleben – Die schönsten Plätze in meiner Umgebung

Florena veranstaltet auch in diesem Jahr einen Natur-Adventskalender. Das bedeutet, an 24 Tagen werden in der ganzen Bundesrepublik von Bloggern Kisten von mit den hochwertigen Männerpflegeprodukten von Florena versteckt – an ihren Lieblingsorten in der Natur… und morgen bin ich an der Reihe. In Karlsruhe versteckte Florian Bernard seine Kiste bereits und diese wurde ebenso wie die von Gerd von einem anderen Läufer schnell gefunden.

Ob das Morgen bei mir auch so schnell passiert? Ich bin gespannt. Schließlich komme ich aus einem kleinen Schwarzwalddorf und die Unwetterwarnung für morgen macht es den Schatzsuchern auch nicht gerade einfacher :)

Lange habe ich überlegt wo ich die Kiste am Besten verstecken kann und entschied mich – weil ich meinen Heimatort und die schönen Orte in der direkten Umgebung so sehr mag – diesen in der unmittelbaren Umgebung von Bieselsberg zu platzieren und von ebenso schönen Orten in der “weiteren” Umgebung wie Hohenwart, Monbachtal, Kapfenhardt oder dem Zollernblick in Oberlengenhardt abzusehen.

Also habe heute die Laufschuhe geschnürt und bin einige der meines Erachtens schönsten Orte abgelaufen. Am Tennisplatz vorbei auf den Viertelesweg bis zum Hardbergkopf bei welchem sich ein toller Blick in das Nagoldtal und den Ort Unterreichenbach offenbart:

Obwohl der Ort sehr schön liegt (hier gibt es sogar einen Geocaching-Point mit schönem Reim) hat er einen Nachteil: Mit der Kiste wäre es mir zur weit, um hierher zu joggen. Also weiter entlang des Vierteleswegs bis es rechts einen kleinen Trail steil bergauf zur Bossert-Hütte geht. Wunderbar gelegen mit einem phänomenalen Aussicht Richtung Bad Liebenzell und Dennjächt.

Und wieder das Problem mit der Entfernung. Wobei, eigentlich geht es… mal überlegen. Nun geht es weiter zu einer weiteren Bank welche einen Blick auf das “raue, wildromantische Monbachtal” bietet wie es in einem Wanderführer heißt.

Meines Erachtens einer der allerschönsten und wirklich ruhigsten Punkte hier, in der Umgebung obwohl er doch sehr Nahe am Dorf liegt. Wäre eine sehr gute Option.

Danach laufe ich in einem großen Bogen über den Mahdsbrunnen zurück nach Bieselsberg auf den “Maisenbacher Weg” welcher bei gutem Wetter eine sehr gute Aussicht bietet. Eben aus diesem Grund haben auch Sternfreunde aus Pforzheim hier eine Sternwarte gebaut – und vielleicht auch weil bei uns die Straßenlaternen um halb 2 in der Nacht ausgeschaltet werden. Hach, das ist Dorf.

Tolle Aussicht – ebenso wie bei dem letzten Punkt. Treffenderweise heißt es “Liebesbänkle”, vielleicht weil Päarchen zu faul sind um etwas weiter zu gehen? Oder weil man einfach einen wunderbaren Ort hat. Nachteil hier ist leider, dass es in der Umgebung keine Möglichkeit gibt die Florena-Schatzkiste zu verstecken (außer es fallen morgen noch spontan 20cm Schnee).

Da ich morgen Vormittag noch zu einen wichtigen Termin habe (falls es das Wetter zulässt) wird der Hinweis für welchen der Orte ich mich entschieden habe wahrscheinlich erst Mittags hier veröffentlicht.

Wer noch eine Hilfe bei der Orientierung braucht findet hier meine Route vom heutigen Tag. Die Bilder wurden bei Kilometer 2,2 (Hardbergkopf); 3,5 (Bossert-Hütte); 4,5 (Bank – Monbachtal); 10 (Bank) und 10,5 (Liebesbänkle) gemnacht. Und nun viel Spaß bei der Suche!

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Jahresendspurt

Ja, ihr konntet es bereits lesen, rein sportlich gesehen waren September und Oktober (abgesehen von meinem Marathondebüt) eher bescheiden. Anfang November konnte ich mich ebenfalls nur schwerlich zum Laufen aufraffen und schrieb hier über meine Herbstmüdigkeit.

Bei einem Blick auf meine Jahresstatistik fiel mir auf, dass ich mit bisher 1570km von Januar bis Oktober noch weit von den im Januar angepeilten 2000 Jahreskilometern war und schrieb in Twitter eine entsprechende Nachricht am 7. November. Darauf kamen von @Laufhannes und @Ironchrissi antworten, das sie auch noch die “runden Jahreskilometer” vollenden wollen und mein Ehrgeiz wurde geweckt. Naja, erstmal nicht. Aber seit meinem Berglaufdebüt dann schon irgendwie und es folgte unter anderem meine beste Laufwoche ever mit genau 100 Kilometern in 7 Tagen! Stand heute fehlen mir noch etwas über 200km und es wäre doch gelacht, wenn ich das nicht in den verbleibenden Wochen schaffen würde. Vorausgesetzt, ich bleibe gesund.

Wenn es hart auf hart kommt ist es halt nicht jeden Tag Laufen aus Leidenschaft sondern auch einmal Laufen aus Ehrgeiz. Die ganzen Leute, die im Vertrieb oder ähnlichen Positionen arbeiten müssen zum Jahresende hin ja auch noch versuchen ihre vereinbarten Ziele zu erreichen.

Habt ihr auch noch Ziele bis zum Ende des Jahres?

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Herbstmüdigkeit und Berglaufdebüt

Ich weiß nicht, woran es liegt aber läuferisch ist es derzeit bei mir sehr mau. Im September und Oktober war es noch die Zeitnot wegen der Masterthesis wobei ich im Anschluss daran ja noch mein halberfolgreiches Marathondebüt in Großbottwar gefeiert habe. Aber seitdem komme ich kaum mehr zum joggen, höchstens ein oder zwei Mal in der Woche. Bisher hat es mir nie etwas ausgemacht ob es neblig ist oder regnet aber derzeit zieht es mich gar nicht in meine Laufschuhe hinein und heraus in den Wald. Vielleicht ist es einfach die Trägheit, die der Herbst mit sich bringt, ich weiß es nicht.

Allerdings war am Samstag das Wetter ausnahmsweise überragend – kein Nebel, toller Sonnenschein – und ich hatte einige Tage zuvor entschieden an einem Berglauf in der Nähe teilzunehmen, dem CoolRunner des SV Oberkollbach. Wobei Berglauf faktisch nicht richtig ist weil das Ziel nicht auf einem Berg liegt sondern auf der Enz-Nagold-Platte und es somit eher ein Tal- bzw. Hanglauf ist wobei diese Kategorie wohl gar nicht existiert – es wäre haarspalterei und das Event ist und bleibt ein Berglauf.

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Großbottwartal-Marathon: Eine kleine Nachkritik.

Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt möchte ich nun auch noch ganz kurz meine ganz persönliche Einschätzung der Laufveranstaltung hier veröffentlichen. Da es für mich das Marathon-Debüt war, fehlen mir zum Teil die Möglichkeiten zum Vergleich was aber nicht unbedingt negativ sein muss.

Der Lauf an sich ist in zwei Halbmarathon-Strecken unterteilt. Diese kann man auch einzeln in Angriff nehmen, falls man nicht die gesamten 42,2km laufen will. Der “Wendepunkt” befindet sich dabei direkt im Start-Zielbereich, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Der Lauf an sich ist mit gerade einmal 400 Startern auf der langen Distanz eher klein bis sehr klein wobei ich es für ein Debüt und von der Atmosphäre schon sehr, sehr beeindruckend fand. Toll war natürlich, dass das Wetter Mitte Oktober das Bottwartal mit Sonne und angenehmen Temperaturen um die 15°C verwöhnte.

Gleich am Anfang gab es für mich Verwirrung aufgrund der “Startgruppen”, da der Zielläufer (danke Achim, du bist super!) für die 3:30 nicht im “richtigen” Block stand sondern von den Organisatoren deutlich weiter nach vorne geschickt wurde und man nirgends einen Hinweis darauf fand – erst das Nachfragen bei dem 4:00 Zielläufer half mir weiter. Da ich mich aber so im “falschen” Startblock befand wurde man direkt nach dem Startschuss aufgefordert, zu warten. Hätte ich das aber gemacht, hätte ich bereits den Anschluss an den Zielläufer verloren, was ich aber nicht wollte, naja.

Die ersten 21km führten über die Nordstrecke welche wirklich toll ist. In jedem Ort sind Bands (von irgendwelchen Fasnets-Gruppen über Schülerbands bis hin zu einem Pfarrer mit seiner Gitarre) welche für Stimmung sorgen und viele Leute auf den Straßen. Landschaftlich eine tolle Route, man sieht die Weinhänge und alte Burgen. Es macht wirklich sehr viel Spaß, diese Runde zu laufen. Als ich bei Kilometer 10 das erste Mal etwas Wasser trinken will sortiere ich mich auf der rechten Seite ein – dort gibt es allerdings nur Iso und Bananen, das Wasser nur auf der linken Seite wie ich später erfahre. Wie mir geht es auch anderen Läufern in der Gruppe, dass sie nichts oder das falsche bekomme weil es auch zuvor nirgends (?) erkennbar ausgeschrieben war. Nach weiteren 5 Kilometern trinke ich das erste Mal einen Becher Mineralwasser, kalt – mir wäre laufwarmer Leitungswasser (oder Hahnenwasser, wie wir Schwaben sagen) deutlich lieber gewesen.

Nun geht es durch den Start-Zielbereich auf den Südmarathon. Helfer sagen einem, an welcher Stelle man sich links halten muss um nicht unfreiwillig den Lauf zu früh zu beenden – danke für diesen Service!

Die Südroute hat mir persönlich nicht gefallen. Vielleicht lag es an der körperlichen Anstrengung, die mit einem Marathon verbunden ist oder meinen persönlichen Magenproblemen an diesem Tag aber die Streckenführung sagt mir nicht zu. An was ich mich am besten erinnere ist ein ewig langgezogener Weg zwischen Wiesen bei Kilometer 22 bis 25 bei dem man ewig geradeaus schauen kann und laufen muss. Während das noch eine richtig schöne Angelegenheit war ging es dann auf einer gesperrten Kreisstraße entlang eines Flusses weiter – aufgrund des dichten Baumbewuchses kompletter Schatten was die Strecke sehr dunkel und kalt wirken lässt. Dann ein Teilbereich durch ein Industriegebiet bei welchem auch nicht gerade läuferische Hochgefühle aufkommen nachdem man zuvor bereits tolle landschaftliche Highlights gesehen hat. Während die Zuschauer wirklich toll waren fand ich den Moderator in Steinheim/Murr enttäuschend – gefühlt hat er nur jene Läufer unterstützt, die er kannte. Ich konnte jedenfalls beide Male, als ich die Stelle passierte weder meinen Namen noch aufmunternde Worte für meine Nummer (415) hören. Aber dafür ist er doch eigentlich da, oder? Dabei vielen Dank an alle Anwohner und netten Leute, die einen sonst angefeuert haben. Richtig tolle Stimmung die Lust auf weitere Marathons macht!
Die Problematik der Versorgungsstationen wie bei km10 kam im übrigen nicht mehr vor.

Nächstes Jahr zieht der Marathon wohl um, von daher bin ich mal auf die neue Routenführung gespannt.

Von meiner Seite nochmals ein herzliches Dankeschön für die Organisatoren, für mich war es ein tolles Debüt bei einer tollen, kleinen Veranstaltung!

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