Akutes Gewichtsproblem (und die Lösung)

Ich war gestern morgen im Fitnessstudio. Das ist immer eine sehr lustige Sache wenn sich dort die ganzen Hausfrauen und Mamas tummeln und ein wenig falsch trainieren um etwas gegen ihre Bauchansätze, die Orangenhaut oder sonstige äußerlichen Problemlein zu unternehmen. Als ich mich auf die Waage gestellt habe hat mich dann allerdings beinahe der Schlag getroffen: 84 Kilogramm. Dieses Gewicht hatte ich das erste und letzte Mal nach Weihnachten 2008 und dem anschließenden Silvester und ich habe mich damals echt zu fett gefühlt, behäbig und schwer. Noch mehr schockt es mich weil ich keine Entwicklung in diese Richtung gemerkt habe und man im Normalfall im Sommer (welcher ja jetzt so langsam richtig beginnt) ganz ordentlich abnimmt. Nun gibt es verschiedene Kennziffern welche jedem dabei helfen können einzuschätzen wie viel man wiegt und was man noch abnehmen oder zunehmen kann / sollte.

BMI: Body Maß Index – Schöne Zahlen mit begrenzter Aussagekraft

Wahrscheinlich ist der BMI die am meisten zitierte Zahl wenn es um die Körperfülle geht. Berechnet wird er folgendermaßen:

BMI = Gewicht in Kilogramm / (Körpergröße in cm * Körpergröße in cm).

Je nach Alter und Männlein oder Weiblein kann man dann sagen, ob alles im grünen Bereich ist oder nicht. Mein BMI liegt bei 23,7 was für mein Alter schon obere Grenze bedeutet. Allerdings sagt es nichts zu dem Verhältnis von Muskeln (die gut sind) zu Fett (welches nicht ganz so gut ist).

Vorgänger des BMI war im übrigen die Broca Formel welche besagt:

Normalgewicht = Körpergröße in cm – 100 und

Idealgewicht = 90% Normalgewicht (bei Männern) bzw. 85% Normalgewicht (bei Frauen).

Die Nachteile sind die gleichen wie bei dem BMI, insbesondere kann die Formel nur bei Personen über 1,60 Meter und unter 1,80 Meter angewandt werden.

Unschönes und gefährliches Bachfett

Wenn es rein um ästhetische Aspekte geht, so ist Fett (beinahe) immer und überall unpassend. Wenn wir aber die Gesundheit als eines der höchsten Güter in den Fokus stellen so ist das Bauchfett bedeutend gefährlicher als beispielsweise jenes an den Schenkeln weil es einen Zusammenhang zwischen diesem und dem gefährlichen Diabetes 2 oder auch Herzleiden gibt. Die WHO hat, weil dieses viszerale Fett so gefährlich ist, Empfehlungen ausgesprochen, dass bei Männern der Bauchumfang nicht über 102 cm betragen sollte und bei Frauen nicht über 88 cm (Schwangerschaften natürlich ausgesschlossen. Wenn man noch einen Schritt weiter gehen will kann man noch die Taille ins Verhältnis zur Hüfte setzen. Bei Männern sollte ein Wert kleiner 1 herauskommen, bei Frauen kleiner 0,8 wobei Personen die Faul und Schlank sind ungesünder leben / ein größeres Risiko mit sich herumtragen als Übergewichtige welche Sport treiben. Naja, da liege ich gut darunter.

Das Optimalgewicht

Das Optimalgewicht ist ein Gewichtsbereich in welchem man sich auf jeden Fall befinden sollte und welcher weder über- noch unterschritten werden sollte.

Untere Grenze des Optimalgewichts = 18,5 x ( Körpergröße in m x Körpergröße in m)

Obere Grenze des Optimalgewichts = 24,9 x ( Körpergröße in m x Körpergröße in m)

Wie so oft ist es auch hier besonders gut, wenn man in der Mitte des Optimalbereichts liegt

Mittlerer Wert des Optimalgewichts = ( Untere Grenze des Optimalgewichts + Obere Grenze des Optimalgewichts ) : 2

Und nun habe ich wirklich ein Problem weil ich – falls ich noch 3 Kilo zunehme, an der oberen Grenze des Optimalgewichts kratze und bis zum mittleren Wert des Optimalgewichts 9 Kilogramm Abstand sind. Das entspricht in etwa 63.000 Kalorien oder den Umsatz von 20 bis 25 Tagen. Schlecht. Aber auch hier werden ja nicht die Muskeln beachtet. Allerdings wären bei mir 9 Kilogramm auch verwegen und viel zu viel.

Im Endeffekt sagen alle Werte einem eine grobe Richtung aber ersetzen nicht die persönliche Diagnose von einem Arzt. Ich werde jedenfalls jetzt versuchen noch ein wenig mehr zu laufen und ein wenig weniger zu Essen. Das ist wohl die Lösung. Besonders auch der regelmäßige Fitnessstudio Besuch (mindestens 2 mal die Woche) hat die letzten Wochen aufgrund vieler Termine gelitten – und auch dort verbrennt man einiges an unliebsamen Fettpölsterchen und wird ab jetzt wieder forciert. Dazu noch ein wenig die Kohlenhydrate reduzieren und bald ist wieder gut. Ganz sicher. Sagt doch auch die gute Nina Ruge bei Leute heute immer „Alles wird gut“ – ein selten dämlicher Spruch.

Achja, und Donnerstag Abend bin ich dann mit einem Kollegen noch gemütlich im Wald joggen gegangen – drei Runden á 3 Kilometer mit 6er bzw 5.30er Paces. Aber drei Mal im Kreis laufen kann wenig bis gar nichts.

Das wichtigste zum Schluss

Ob fünf Kilogramm mehr oder weniger macht sicher einiges am Aussehen aus aber ob man als Mensch etwas „Wert“ ist sollte man nie über sein Aussehen definieren – schließlich ist dieses vergänglich.

Das ist auf jeden Fall das allerwichtigste: Man muss sich selbst akzeptieren und lieben lernen. So wie man geschaffen wurde, als Individuum und ganz besonderer Mensch den es so nicht noch einmal gibt. Mit einem Temperament, einem Geist und Gefühlen welche den Menschen ausmachen.

Und trotzdem an seinen Baustellen arbeiten. Sowohl im körperlichen Bereich als auch in jenen des Charakters und Verhaltens.

3 Gedanken zu „Akutes Gewichtsproblem (und die Lösung)“

  1. Vielleicht war ja einfach auch nur die Waage kaputt und hat – na sagen wir mal – fünf 🙂 Kilo zuviel angezeigt. Und alles ist nur ein Marketinggag, damit Du noch mehr Zeit in dieser Muckibude verbringst… 🙂

    Ich würde das nicht so eng sehen. Deutlich mehr Kilometer laufen und etwas gezielter essen, so versuchen wir doch alle, unser Gewicht unter Kontrolle zu halten…

    Viel Erfolg &
    Schöne Grüße
    Lars

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