Alles mitnehmen

Für manche Leute ist das ja eine Lebenseinstellung. Für mich eher eine Frage beim Laufen. Vor allem, wenn es um längere Strecken geht – ein Ziel welches ich mir dieses Jahr sowieso vorgenommen habe. Bei Läufen bis 25 Kilometern habe ich bisher noch nie etwas zu trinken mitgenommen und es ehrlich gesagt auch nicht wirklich vermisst (höchstens Mal im Hochsommer, aber dann habe ich vorsorglich immer ein wenig Geld mitgenommen um mir irgendwo auf dem Weg etwas zu kaufen).

Der Plan eines ersten längeren Laufs in diesem Jahr habe ich zum Anlass genommen Abends nach der Arbeit zum nächstgelegenen Sportfachgeschäft zu fahren und dort nach einem Camelback zu schauen.

Bei einem ersten Blick finde ich nur die klassischen Laufgürtel aber die finde ich irgendwie nicht wirklich praktisch. Kurz mit einem Verkäufer geredet erklärt der mir, dass sie keine Camelbacks haben aber er mir andere Rucksäcke holen will. Der erste den er mir zeigt ist ein Bike-Rucksack von Deuter den ich bereits habe (und fürs Laufen nicht wirklich prickelnd ist) und danach zeigt er mir ein kleines Modell „Race“ welches mich rein vom äußeren und vom ersten aufziehen überzeugt. Und man kann sogar Gepäck hineinpacken. Einen Versuch ist es wert, also kaufe ich den Rucksack und eine passende Trinkblase von McKinley. Gut, billig ist etwas anderes aber dafür will man dann auch ja gute Qualität – und diese hat eben ihren Preis.

Optisch ein Verbrechen (was mir im Laden nicht aufgefallen ist): Verschiedenfarbige Bändel an den Reisverschlüssen – wie passiert bitteschön so etwas, liebe Deuter-Verantwortlichen? Ansonsten schön verarbeitet, die Tragegurte sind dünn, beinahe unmerklich, die Trinkblase passt gut hinein. Fehlt also nur der Praxistest und der kam zwei Tage später am Samstag.

Auf einem 35-Kilometer lauf habe ich den Rucksack mit gefüllter Trinkblase, einee langen Laufhose und eine Banane bepackt und da hätte noch einiges mehr reingepasst. Vom praktischen also schonmal ganz gut. Wie aber schlägt sich das System beim Laufen? Überraschend gut. Selbst bei dieser ersten Tour hatte ich keine größeren Probleme mit dem Rucksack, anpassen und vergessen und nach dreieinhalb Stunden wieder abziehen. Laufzubehör, wie es sein sollte. Wirklich. Nur das Glucksen des Trinkbeutels, das hat mich hin und wieder gestört aber ansonsten bin ich froh, dass mein Sportfachgeschäft in Öhringen kein Camelback hatte – ich bin mit dem Deuter Race zufrieden.

6 Gedanken zu „Alles mitnehmen“

  1. Danke für den Tipp, werde ich beim nächsten Lauf ausprobieren – darauf muss man erstmal kommen bzw. darauf achten!

  2. Das kann ich bestätigen: wenn man die überschüssige Luft aus dem Beutel drückt, dann gluckst es fast nicht mehr. Wie viel passt denn in die Trinkblase rein?

  3. Bis zu 2 Liter… also absolut ausreichend, auch wenn man Biken geht. Und sogar zu nem echt fairen Preis – von McKinley beim Fachhändler für 14€… kann man nix sagen

  4. Hallo Ruben,

    danke für den schönen Bericht. Bitte mache doch mal ein Bild, wie Du den Rucksack aufhast. Vielleicht eins von vorne und eins von der Seite. Dann bekommt man einen besseren Eindruck von den Trägern.

    Ich habe zurzeit ein Camelback und man kann die Träger vorne nicht zusammenbinden, so dass der Rucksack immer von der Schulter rutscht, was nervt.

    Du musst die Luft aus der Blase lassen. Dann Blubbert nichts mehr! Also ein Vorteil gegenüber Flaschen!

    VG
    Heiko

  5. Danke für die Empfehlung! Nachdem mein Nathan nach vielen treuen Jahren seinen Geist ausgehaucht hat, bin ich jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger. Den Deuter werde ich mir auf jeden Fall genau anschauen!

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