Bewältigungstherapie: 10.000m auf der Bahn

Nach dem für mich enttäuschenden Hermann-Hesse Lauf in Calw stand für mich die Frage im Raum, wann ich einen neuen Versuch auf die 10km versuchen kann oder den geplanten Frühjahrs-Halbmarathon doch am besten lasse. Von Trainingskollegen kam bereits ein Tag nach Calw der Tipp, dass in der kommenden Woche von der LG Neckar-Enz die Regionalmeisterschaft über 10.000m im Bietigheimer Ellental-Stadion stattfindet.

So kam es, dass ich am Donnerstag das erste Mal bei einer solchen Veranstaltung am Start war. Die Atmosphäre war richtig nett, für jeden Starter gab es einen eigenen Rundenzähler und auch das Wetter spielte mit als um 19 Uhr der Startschuss fiel. Ich habe mir eine klare Zeitvorgabe gesetzt – 100m in 23 Sekunden, 200m in 46 Sekunden, die Runde in ca. 1:32/3 und den Kilometer in ca. 3:50 und versuche so konstant wie möglich zu laufen wobei natürlich gleich die erste Runde viel zu schnell ist. Zehn Kilometer sind hart, wenn man sie schnell läuft, egal ob auf der Straße oder der Bahn. Irgendwann ab der Hälfte wird es zäh und mir kommt der Gedanke ob es klug gewesen wäre, irgendwo entlang der Strecke etwas zu Trinken zu platzieren. Aber daran ist nun nichts mehr zu ändern. Wenn ich mitbekomme, dass ein schnellerer Läufer kommt um mich zu überrunden ziehe ich nach Außen auf die zweite Bahn um diesen nicht zu behindern und laufe weiter mein Tempo, immer mit dieser Frage im Hinterkopf „kann ich das halten“? Irgendwann die Ansage „Ruben, noch 5 Runden“… „noch 4 Runden“… am Ende reicht es sogar noch für einen Schlusssprint, einfach so, für mich. Die Uhr stoppt bei 38:31,3. Zufrieden. Als nächstes Ziel die Sub38. Irgendwann. Irgendwo.

Danke an Dieter Matzat von der LG Neckar Enz für dieses Bild.

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