Ein gutes Rennrad für den Einsteiger

Auch 2011 möchte ich weiterhin dem Laufen treu bleiben. Sonst hätte ich mir wohl kaum erst zwei neue paar Laufschuhe geholt, aber als Abwechslung möchte ich in Zukunft auch etwas mehr Zeit auf dem Rad verbringen. Dafür benötige ich allerdings erst einmal ein passendes Rad. Auch wenn hier im Schwarzwald viele auf Mountainbikes setzen reizt mich derzeit ein Rennrad mehr und so habe ich vor einigen Wochen angefangen zu recherchieren und mich mit Freunden, welche sich in der Thematik sehr gut auskennen, auszutauschen.

Bisher habe ich mir noch kein Fahhrad geholt / bestellt aber meinen derzeitigen Wissensstand, möchte ich hier mal zum Besten geben. Vielleicht ist der eine oder andere von euch am gleichen Punkt und profitiert von meinem bisherigen Wissen oder aber kann mir noch mit weiteren Ratschlägen helfen.

Wo kaufen? Lokaler Fachhandel, Direktversender, Online-Händler oder Privat?

Eine der ersten Fragen, die man sich stellen muss. Der Fachhandel ist sicherlich mit am teuersten und hat unter Umständen auch nur Modelle von einigen wenigen verschiedenen Herstellern vor Ort verfügbar aber kann oft mit sehr guter Beratung punkten. Und mit Service – vor allem auch nach dem Kauf. So gibt man vielleicht am Anfang etwas mehr aus, bekommt dafür aber guten Service günstiger wenn man das Rad auch im gleichen Geschäft gekauft hat. Kritisch ist, wenn Händler einem ein Fahrrad verkaufen wollen, welches nicht 100%ig passt (von der Größe oder der Ausstattung) weil sie eben dieses im Lager haben und gerne verkaufen wollen.

Der Direktversender verkauft nur Modelle der eigenen Marke, punktet mit einem Ladengeschäft (welches evtl. einige 100 Kilometer entfernt ist) und mit einem Telefonservice welcher bei der Größenauswahl etc. behilflich ist. Vor allem können die Fahrräder, weil diese erst auf Bestellung zusammengebaut werden, noch angepasst werden. Wenn man die einschlägigen Foren durchschaut hört man viel positives und manches negative über die Verarbeitungs- und Zusammenbauqualität oder Lieferzeiten. Die Preise sind dafür oft sehr, sehr gut und die Gesamtpakete von der Komponentenauswahl überzeugend.

Die Online-Händler verkaufen Fahrräder verschiedenster Hersteller, von ganz billig bis richtig teuer und das meisten ist Massenware ohne Individualisierung. Sie tauchen bei Google dank SEO- und SEM-Kompetenz ganz weit vorne auf und mein Eindruck ist, dass die Räder teilweise mit großen Namen und Komponentengruppen beworben werden und andere Bauteile dann von geringer Güte und Qualität sind. Das erweckt bei mir persönlich dann Misstrauen, was sich auf alle angebotenen Produkte überträgt. Vielleicht zu Unrecht.

Von Privat: Also gebrachte, gute Rennräder. Immer das Risiko, dass es geklaut ist wobei es Seiten gibt bei welchen man Registrierungen überprüfen kann und man nicht weiß, wie die Räder gewartet wurden. Aber gerade für Einsteiger wie mich kann das eine gute Option sein – wenn man Freunde oder Bekannte mit wirklicher Fachwissen haben welche die Qualität der Räder bewerten können. Weil preislich ist das nicht schlagbar und mit guten Komponenten hat man trotzdem noch lange seinen Spass damit.

Auf was achten?

Dort lerne ich gerade immer mehr. Natürlich ist das Schaltwerk sehr wichtig. Aber ebenso, dass der Rahmen (oft Aluminium) eine hohe Qualität aufweist. So kann z.B. ein Alu-Rahmen 150€ oder 1000€ kosten und mit einer guten Basis kann man arbeiten und andere Komponenten nachrüsten. Läufräder machen ebenso enorm viel aus und für einen Einsteiger wie mich ohne große Wettbewerbs-Ambitionen muss nicht alles Lightweight und aus Carbon sein. Bei Schaltwerken ist es für mich aus dem etwas hügeligen und von Tälern durchzogenen Nordschwarzwald schon wichtig, dass es eine Kompaktgruppe ist – also die Übersetzung der Kurbelgarnitur nicht klassisch 54/39 sondern z.B. 50/34 ist. Ebenso, dass es keine Teile der „billigen“ Shimano Sora oder Tiagra-Reihe bei der Schaltgruppe verbaut sind sondern mindestens Campagnolo Centaur, Shimano 105er oder SRAM Apex. Bei Roadbike.de gibt es nochmals einen schönen Vergleich von 12 verschiedenen Gruppen.

Ja, es ist wirklich viel worauf man achten muss und es gibt auch für mich noch viel zu lernen. Derzeit habe ich bei meinem Radhändler in der Nähe angefragt wobei ich die Befürchtung habe, dass er mir mehr verkaufen will als nötig ist. Nicht aus Geldgier sondern aus zu gutem Willen und Radrennsportverrücktheit :). Und ansonsten sind die Räder von Canyon, Cucuma und Poisonbikes in meiner Auswahl relativ weit vorne, gemeinsam mit den Rennrädern von Stevens, Cube und Cannondale. Aber irgendwie entdecke ich jeden Tag neue Hersteller mit tollen Rädern. Args. Echt schlimm :).

Gleichzeitig habe ich noch das Glück auf nette Leute zurückgreifen zu können welche mit mir auch helfen nach gebrauchten Bikes zu schauen. Ich bin gespannt, was es am Ende wird.

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