Gute erste Woche – 50,5 Kilometer

Ja, wenn noch vorlesungsfreie Zeit im Studium ist und man den einen oder anderen Grund hat zu versuchen, den Kopf frei zu bekommen – oder zu halten, dann ist Zeit fürs laufen. Wie Anfang Januar.

Drei Läufe in der ersten Woche, alle drei von meiner WG in Pforzheim in meinen Heimatort. Das erste und das dritte Mal nehme ich den „langen“ Weg entlang der Nagold wobei dieser eigentlich der entspanntere ist: 15 Kilometer entlang des Flusses mit ner ganz ordentlichen Pace (jeweils etwa 1 Stunde 15) und die letzten 3 Kilometer dann die Talflanke direkt hinauf mit etwa 250 Höhenmetern.

Während am 3. Januar noch der Schnee und etwas glattere Straßen zu Vorsicht zwingen sind es einige Tage später die Wassermassen – die Nagold ist deutlich angeschwollen, die Unterführung kurz vor Unterreichenbach ist nicht passierbar und ich muss über die Bundesstraße und mir durch das Dickicht einen Weg zurück auf den Radweg suchen. Außerdem ist der Waldpfad kurz vor Unterreichenbach komplett nass und sumpfig was für die letzten 4 Kilometer nochmals für ordentlich nasse Asics-Schuhe gesorgt hat.

Aber der härteste Lauf war der zweite: Über das Würmtal und Würm gerade hinauf bis Hoheneck. Die direkte Straße zwischen den beiden Dörfern ist mit einer dicken Eisplatte belegt. Während ich hochjogge und aufpasse, nicht zu rutschen denke ich wie ich hier schreiben kann, wie man sich gut anstellt und im Winter nicht hinfliegt. In dem Moment nimmt es mir beide Füße weg und ich fliege hart auf meine rechte Seite, kann mich noch ein wenig mit den Händen auf dem Schnee abfangen aber das Becken schmerzt. Super. Zum Glück sind es nur noch ein paar Kilometer und sich nun abholen lassen sowieso keine Option. Was entschädigt ist der Ausblick von der hohen Warte – phänomenal an diesem Tag. Einige Passanten schauen mich verwundert an: Mit Gesichtsmaske und Handschuhen gehe ich auf den Turm und wieder zurück.. naja was sollte ich auch sonst tun. Weil der normale Trail von Hohenwart abwärts zugeschneit ist, nehme ich die Straße und werde von einem Rennradfahrer überholt. Respektabel. Auf so einen Renner habe ich derzeit auch extrem Lust: Ein Wunsch von mir ist es, 2011 öfters Mal zu radeln – sobald ich das passende Gefährt gefunden und gekauft habe. Von Unterreichenbach nach Bieselsberg hoch ist es wieder die gleiche Strecke.

So benötige ich für 4 Kilometer weniger gerade mal 10 Minuten weniger… aber dort sind ordentlich mehr Höhenmeter dabei – dachte ich: Der direkte Weg über beide Täler sind 650 Höhenmeter (sehr realistisch) aber mein Runkeeper zeigt 620 – 700 Höhenmeter für die Nagoldtalvariante an: Der Weg ist zwar wellig aber das kann ich mir beileibe nicht vorstellen. Was feststeht, sind die 50,5 Kilometer in 4 Stunden und 45 Minuten. Wäre ein Traum, wenn ich das am Stück laufen könnte :). Achja, alle Ergebnisse gibts bei Runkeeper. 3. Januar5. Januar8. Januar.

2 Gedanken zu „Gute erste Woche – 50,5 Kilometer“

  1. Vorlesungsfreie Zeit? Warum habt ihr das denn so lange? Ich muss schon längst wieder schuften!

    Aber ok, ich gönne es dir, dass du die Zeit gut nutzen konntest.

  2. Ja? Komisch, bei mir war seit Jahr und Tag erst nach den heiligen 3 Königen wieder Vorlesung… naja – dafür hast du früher oder später Semesterferien, auch nicht verkehrt.

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