In 9 Wochen zum 10 Kilometerlauf – Der Rückblick.

Ja, heute war der SWP Enzauenparklauf in Pforzheim – der zweite Lauf welchen ich mir vor 9 Wochen vorgenommen hatte. Somit ist mein Projekt „9 Wochen“ vorbei und ich werde ein neues in Angriff nehmen. Ob sofort oder erst in einigen Wochen – we will see. Aber Ideen habe ich schon. Ihr könnt also gespannt sein.

Der Enzauenparklauf in Pforzheim

Ja, zuerst einmal möchte ich euch natürlich erzählen wie es heute Abend lief. Der Start für den Hauptlauf war auf 19.30 Uhr festgelegt aber wurde etwas nach hinten verschoben. Beim Warmlaufen hat man schon die gute Stimmung gemerkt, Livemusik und eine tolle Atmosphäre.

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Schön warm war es. Ich bin schnell leicht ins Schwitzen gekommen. Aber das ist ja nicht so schlimm. Schnell noch ein Foto vom Zielbereich geschossen. Leider nicht so gut – mein Sony Ericsson Handy ist wohl doch eher zum MP3 hören (was ich damit nicht mache) als zum fotografieren gedacht.

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War schon toll, was das Stadtmarketing Pforzheim so auf die Beine gestellt hat. In der Zeitung wurde groß darüber Berichtet, dass das Preisgeld von 500€ auf 150€ reduziert wurde damit es für Läufer von südlicheren Kontinenten nicht lukrativ ist anzutreten. Gebracht hat es nichts. Aber egal. Schade für die Lokalmatadoren welche auch hervorragende Leistungen abgeliefert haben. Aber Stopp. Jetzt rede ich schon von Ergebnissen ohne das der Lauf losgegangen ist. Also von Anfang: Als der Startschuss fällt setzen sich mehrere hundert Läufer in Bewegung. Am Ende werden 710 finishen. Es ist immer noch sehr heiß, tendenziell sogar eher schwül. Die ganze Zeit komme ich nicht in meinen Rhytmus. Obwohl ich kein Sprinter bin lege ich manchmal Zwischensprints ein um an Personengruppen vorbeizukommen. Am Ende kostet mich das viel Kraft. Die Strecke ist eben, es gibt nichts wirklich erwähnenswertes. Am oberen Ende der Enz wird eine Hängebrücke überquert

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und ich bin schockiert, wie sehr sie schaukelt. Das ist echt kein Spaß. Später höre ich von anderen Läufern wie sie beinahe gestürzt wären. Bei jeder Kilometermarkierung schaue ich auf die Uhr und jedes Mal sind es 5 Minuten die ich gebraucht habe. Mein Wunsch war einmal es in 45 Minuten zu laufen. Die Idee ist nach Kilometer drei abgehackt. Weil ich schlicht und ergreifend nichts mehr drauf packen kann. Die Hitze macht mich fertig. Es ist schlicht und ergreifend nicht mein Tag, mein Lauf. Wahrscheinlich muss ich auch dem der Feierabendlauf am Mittwoch und die Zigaretten während des Tages Tribut zollen. Ich bin einfach kaputt. Und immer im Kreis rennen. Es ist furchtbar. Bei Kilometer Fünf überlege ich mir ernsthaft einfach aufzuhören.Überrundet werde ich dann auch von zwei Kenianern welche in einer Leichtigkeit davon sprinten, dass ist echt nicht schon. Danach kommen noch einige Läufer aus der Region welche auch ein unglaubliches Tempo an den Tag legen. Schön, dass es bei denen allen einfach läuft ^^. Als ich später auf der gegenüberliegenden Seite des Ziels laufe (nach 32 Minuten) höre ich wie der Kommentator den Zieleinlauf der ersten feiert. Bei Kilometer Acht gehe ich nach der Getränkeausgabe einige Schritte und muss mich zwingen wieder weiterzulaufen. Ich habe einfach keinen Bock mehr. Mittlerweile bin ich einige Sekunden über den fünf Minuten. Schön ist es, dass Kollegen am Streckenrand stehen und anfeuern (sie selbst hatten vorher am Funrun mit 4,1 Kilometern teilgenommen). Der Lauf ist für mich sowieso schon abgehakt. Einfach nur noch funktionieren. Sprinten geht nicht mehr. Tempo verschärfen auch nicht mehr. Einige Läufer haben wohl überpusht. Sie gehen nur noch. Und auch ich will einfach nicht mehr. Zwinge mich noch. Spaß sieht anders aus. Spaß hatte ich am Sonntag aber heute nicht. Noch ein letztes Mal über die Hängebrücke, nur noch einige hundert Meter. Es geht in den Zieleinlauf, links und rechts von mir sprinten die Leute an mir vorbei als gäbe es kein morgen mehr. Toll! Macht das. Für mich gäbe es kein morgen mehr wenn ich nun sprinten würde :). Endlich im Ziel. Nur noch etwas zum trinken holen und etwas hinsetzen. Am Ende stehen 51:10 Minuten. Andere Leute würden sagen ist doch ok. Ich finds mies. Mein persönliches Waterloo. Hohe Ansprüche und Wünsche gehabt (45 Minuten müssten gehen) und tief gefallen. Nächstes Mal weiß ich es besser. Ändere manche Sachen und werde aus Fehlern lernen. Immerhin habe ich so auch mein nächstes Teilziel wieder (dachte das ich dieses Mal die 45 Minuten knacke aber das werde ich auch noch schaffen).

Mein persönliches 9 Wochen Programm

Ja, als ich angefangen habe mich mit den Läufen zu beschäftigen habe ich nach Trainingsplänen gesucht, geschaut was die wichtigen Elemente sind. Dazu gehören auf jeden Fall Ausdauerläufe über der Wettkampfdistanz bei niedrigem Puls, Sprinteinheiten (welche ich nie gemacht habe weil ich kein Sprinter bin) und normale Laufeinheiten über mittlere Distanzen. Die erste Woche war super, 37 Kilometer auf vier Läufe verteilt. Starker Start. Danach die zweite Woche war auch noch toll, besonders ein langer, schöner Lauf über 19 Kilometern. Dann fing es an schwer zu werden bis es mich bei Woche 4 und 5 komplett erwischt hat. Keine Zeit und dann noch eine Erkältung die mich komplett lahmgelegt hat und in den letzten zwei Wochen war ich froh wenn ich zwei oder drei mal eine kurze Runde laufen konnte aber nie mehr als zehn Kilometern.

Wahrscheinlich hätte ich den heutigen Lauf vor vier Wochen in einer besseren Zeit geschafft. Es war ein gutes Erlebnis und ich werde auch meine nächsten Laufziele -egal wie diese geartet sind- hier mit euch teilen. Vielen Dank besonders an Hannes und Matthias für alle Ratschläge, Tipps und aufmunternden Worte!

4 Gedanken zu „In 9 Wochen zum 10 Kilometerlauf – Der Rückblick.“

  1. Erst einmal: Gerne! Es bringt immer Spaß, anderen Läufern zu helfen, egal wie. Und zum Zweiten: Glückwunsch! Auch wenn es für dich vielleicht ein Waterloo war – du hast zwei Volksläufe in einer Woche überstanden – das ist erstmal ein Erfolg. Wie gesagt, mit der Vorbelastung war heute sicherlich keine Topzeit zu erwarten – und wenn dann auch noch das Wetter einen drauf setzt – das merkt man unterwegs vielleicht gar nicht so sehr, wie das wirklich an den Kräften zehrt.

    Ich bin gespannt auf deine nächsten Ziele und werde deinen Weg ganz sicher weiter verfolgen =)

  2. Ja, waren einfach zu viele Faktoren die mich runtergezogen haben. Angefangen vom Lauf letzten Sonntag über das Joggen 2 Tage vorher und das Workout 1 Tag vorher und die Qualmerei die wohl am meisten ihren Tribut gefordert hat – abgesehen von dem schwülen Wetter mit dem ich überfordert war.

    Die nächsten Ziele kommtn.

    Was ich übrigends ganz vergessen habe: Respekt an den jungen Herren beim Fun-Run welcher die Flagge für alle Paintballer dieser Welt hochhalten wollte: In voller Montur (inklusive Helm und Maske) lief er die 4,1 Kilometer!

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