KW 24 – Tagtäglich (101,5 Kilometer)

Seit letzten Montag bin ich jeden Tag laufen gewesen. An 6 aufeinanderfolgenden Tagen. Mir stellt sich die Frage, wie lange ich das noch fortsetzen kann und will.

Sonntag Morgens wäre der Volkslauf in meinem Nachbarort gewesen, an dem ich vor zwei Jahren das erste Mal teilgenommen habe. Ich habe auf einen Start verzichtet – weil ich nach eigener Einschätzung in keiner angemessenen Form bin und mache am Nachmittag meinen ganz eigenen 10km-Lauf in 54 Minuten. Mit ordentlich Luft nach oben – selbstverständlich. Die Runde ganz der Klassiker: Von Bieselsberg über den Mahdsbrunnen auf dem Reuteweg nach Oberlengenhardt entlang der Landstraße durch den Wald nach Schömberg und über den Radweg nach Schwarzenberg wieder zurück.

Am Montag ist das Mühlenfest bei der Kapfenhardter Mühle und ich denke nicht daran als ich in diese Richtung laufe. Problem 1: Überall Leute. Problem 2: Dann laufe ich zu schnell. So sind die 10 Kilometer zum Eulenloch und Schwarzenberg nach 50 Minuten erledigt – und meine Beine melden sich mit einem leichten ziehen am linken Knie. Nicht cool.

Dienstags ist der erste Tag an dem ich beinahe „bescheisse“. Ich jogge nur eine kurze 5km-Runde zum aufwärmen vor dem Workout im Fitnessstudio.

Mittwochs endet mein Streak bereits nach 10 Tagen – ich nutze meine Zeit und verbinde etwas notwendiges (den Besuch an der Hochschule) mit dem sinnvollen (Strecke mit Fahrrad statt Auto) und spassigen (36 Kilometer in 1 Stunde und 46 Minuten) auf meinem FUJI Tahoe 2.0 Twentyniner.

Donnerstags mal wieder eine längere Laufrunde über 12,5 Kilometer mit einer für mich überraschenden Pace von 5:36/km weil es sich die gesamte Zeit sehr gemütlich anfühlt. Etwa ein spürbarer Fortschritt in der Form? Wäre toll.

Freitags das zweite NoGo für wirkliche Täglichläufer: Eine Runde auf dem Laufband. Beim Aufwärmen vor und zum Auslaufen nach dem Workout kommen 7,5 Kilometer zusammen. Spaß macht mir das Indoor-Laufen allerdings nicht.

Samstags der Plan für eine gemütliche, längere Runde zum Wochenausklang. Entlang des Eulenbachs nach Langenbrand. Der Himmel wird immer grauer, es fängt an zu nieseln, bisher bin ich eine Stunde und genau zehn Kilometer unterwegs. Dann fängt es an zu regnen. So richtig, ohne Vorwarnung. Also dann eben eine Tempoverschärfung, warum nicht. Man will ja auch gerne heim. Um trotzdem noch die lange Runde hinzubekommen lege ich aber noch einen kleinen Umweg ein. Für die letzten neun Kilometer benötige ich trotzdem nur vierzig Minuten. Was für ein Unterschied zur ersten Hälfte des Laufs. Insgesamt also 19 Kilometer in 1:42 – ganz passabel wobei die mittlerweile wieder eher niedrigen Temperaturen auch wirklich Läufer- und Bestzeitenfreundlich sind.

2 Gedanken zu „KW 24 – Tagtäglich (101,5 Kilometer)“

  1. Laufban ist doch gar nicht so schlimm. Zumindest nicht für Streakrunner. Da gibt es schon welche, die das öfter benutzen. Sogar für mehrere Stunden (Ich würde wahrscheinlich vor Langweile einschlafen …)

  2. Ich hatte bisher auch schon ein paar „Streaks“, aber maximal waren es fünf aufeinander folgende Tage, an denen ich gelaufen bin. Ich finde die Abwechslung mit dem Radfahren auch immer ziemlich gut – ist von der Belastung her mal etwas anderes. Von dem Belgier, der ein Jahr lang jeden Tag einen Marathon gelaufen ist, bin ich also noch meilenweit entfernt;)

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