Laktatgetestet

Endlich hat es geklappt, dass ich in der Physiopraxis einen Laktattest gemacht habe. Da ich derzeit nicht nach einem Trainingsplan trainiere und auch beim Training eher nach Gefühl und Tagesform laufe mag mancher meinen, dass das Schwachsinn ist aber Erstens ist es eine ganz spannende Erfahrung, das mal ausprobiert zu haben, Zweitens gibt es mir das Gefühl von Sicherheit, in welchem Bereich ich bei meinem ersten Ultra in zweieinhalb Wochen laufen kann und Drittens ist es auch eine Form der Bestätigung für die aktuelle Form.

Vorbereitet habe ich mich auf den Test nicht wirklich. Nach einem 24km-Lauf am Samstag und einer 2-stündigen Ausfahrt auf meinem Fully am Sonntag habe ich gestern bewusst auf Sport verzichtet um die Muskeln zu schonen. Heute dann Mittags nur etwas leichtes gegessen (Salat und Joghurt) um bei meinem Termin um 19:30 Uhr nicht mit einem vollen Magen kämpfen zu müssen.

Der Physiotherapeut war Top und sorgte für eine angenehme Atmosphäre, Smalltalk bis alles aufgebaut ist, er erklärt mir wie alles läuft und schon geht es los.

4 Minuten auf dem Laufband bei 6km/h. Ich soll doch bitte joggen. Wie das gehen soll weiß ich auch jetzt noch nicht, das ist einfach zuuuuu langsam. Kurze Pause, ins Ohr piecksen, Blut abnehmen, weiter.

4 Minuten bei 8 km/h. Immer noch zu langsam. Aber naja, man kann schon eher eine Ähnlichkeit zum Joggen finden. Wieder Pause und Piecksen.

4 Minuten bei 10 km/h. Na endlich mal ein Tempo, bei dem man sich bewegen muss. Wir unterhalten uns über seine Berlin-Marathonstarts (hat damals wohl noch 30€ gekostet – tja, die Inflation). Das gleiche Prozedere wie nach jeder Phase.

4 Minuten bei 12 km/h. Jihaa, mein Tempo. Und weiter gehts

4 Minuten bei 14 km/h. Wow, und das bin ich ernsthaft vor 5 Monaten noch anderthalb Stunden gelaufen? Sogar schneller? Ich mag gar nicht mehr daran glauben.

4 Minuten bei 16 km/h. Zwischendurch die Frage, ob ich es packe und nochmal die Erklärung, wo ich Stop drücken kann. Aber das lässt mein Ehrgeiz nicht zu. Dafür ist das Tempo noch „zu langsam“.

4 Minuten bei 18 km/h. Mein Puls bei 180 und ich am Ende. Nach 2 Minuten drücke ich die „Stop-Taste“. Ein letztes Mal picksen (nun kommt erst gar nichts und danach will es nicht mehr aufhören). Fertig.

Nun bekomme ich die Daten erklärt und meine Auswertung. Bis 10km/h (136er Puls) bin ich im Regenerationsbereich, GA1 geht bis 148, GA2 bis 164 und ab dann steigt auch die Laktatkurve ganz steil an…

Wichtigste Erkenntnis für mich: Beim Ultra schauen, dass ich auf jeden Fall so lange wie nur irgendwie möglich unter 160 Schlägen bleibe, noch besser wohl im 150er Bereich… man wird es sehen.

Wenn ich das nächste Mal einen Halbmarathon oder Marathon mit Trainingsplan und ambitionierten Zielen in Angriff nehme, dann werde ich definitiv davor und währenddessen eine Laktatmessung einplanen, richtig hilfreich.

Ein Gedanke zu „Laktatgetestet“

  1. Hört sich sehr cool an und auch sehr informativ. Ich fand auch die Erkenntnisse von meiner Laufbandanalyse (also profesionell, nicht semi wie im Laufshop) sehr informativ. Wie teuer ist denn so ein Laktasetest? Ich vermute mal, das wird nicht von der Kasse Übernommen 😉

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