Mit Wundermitteln ganz süß abnehmen

Jede Menge Zucker bedeutet jede Menge Kalorien

Jeder Deutsche isst im Durchschnitt 35 Kilogramm Zucker im Jahr. Das ist
Eine ganze Menge und das eine oder andere Stückchen Schokolade sieht man
Irgendwann ein zweites Mal als Hüftgold. Wenn man bedenkt, dass Empfehlungen
Von 60 Gramm Zucker pro Tag sprechen nehmen wir jeden Tag etwa 50% zu viel
zu uns nehmen. Wenn man sich solche Fakten durchliest ist der Griff zum Süßstoff
Sehr verlockend. Der Geschmack ist (beinahe) wie Zucker und verspricht beinahe Kalorienfreien
Genuss in vielen Light-, Diät-, Joghurt-, Marmeladen- und Getränkeprodukten der Industrie oder auch in der heimischen Küche.

Süßstoffe: Die Lösung der Probleme?

Trotzdem spalten Süßstoffe die Meinungen. Manche halten sie für extremst Gesundheitsschädlich
(z.B. wer den Film „Supersize Me“ angeschaut hat mit der temporären Blindheit des Extrem-Coke-Light Trinkers) während sie andere für den Stein der Weisen zum Diäterfolg halten. „Auf Kohlenhydrate verzichten, viele Eiweiße die unser Körper nicht/kaum als Körperfett einlagert (aber eventuell die Nieren schädigt) und anstatt Zucker einfach Süßstoffe – das heißt im Klartext die theoretische Möglichkeit zur massiven Kalorieneinschränkung und der direkte Weg zum Diäterfolg“. So die Idee. Bei Süßstoffen scheiden sich die Geister. Aber welche Seite hat Recht? Oder liegt die Wahrheit in der Mitte?

Im Stern gab es darüber einen interessanten Bericht den ihr hier vollständig lesen könnt und von mir gibt’s hier ne kleine Kurzfassung:

  • Anerkannte Ernährungsexperten halten es für eine gute Erfindung um Kalorien einzusparen.
  • Die WHO hat Höchstmengen an Süßstoff festgelegt welche täglich ohne bedenken zu sich genommen werden können. Diese liegen so hoch das man sie kaum erreicht.
  • Es gibt keine BEWEISE dafür, dass Süßstoffe krebserregend sind oder das Erbgut verändern.
  • Ob Süßstoff dick macht oder nicht – unterschiedliche Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen: Manche sehen keine Zusammenhänge, bei manchen gab es Gewichtszunahmen. Interessant dabei: Es hing nicht nur davon ab ob man Heisshunger auf andere Sachen hat sondern das der Körper auch seine Temperatur angepasst hat wenn er zu wenig Energie bekam.
  • Neue französische Studien sagen, dass Süßstoff ein Suchtstoff ist und man auch deshalb darauf verzichten sollte.
  • Nun habt ihr einen kleinen Überblick über Pros und Contras und könnt euch eure eigene Meinung zu Süßstoffen bilden oder revidieren.

    Mein süßes Fazit

    Mir persönlich fällt das schwer weil ich einerseits der Überzeugung bin, dass natürliche Lebensmittel einfach besser sind (Vollkorn vs. Raffiniert oder frisches Obst vs. Smoothie) aber andererseits Süßstoffe schon sehr mit ihren Vorteilen locken.

    So denke ich mir, dass ein gewisses Maß in Ordnung ist (wenn es also in einer Coke Zero ist oder die Süßigkeiten damit „light“ werden) aber ich solche Süßstoffe nicht gezielt in Produkten kaufen oder in der Küche zur Zubereitung von Mahlzeiten verwenden werde.

    Das Zuckerbild ist von Uwe Hermann welcher es in FlickR veröffentlich hat.

    4 Gedanken zu „Mit Wundermitteln ganz süß abnehmen“

    1. Nimmt man Süssstoffe zu sich erwartet der Körper Zucker, ist dann aber „enttäuscht“, dass man ihn ausgetrickst hat. Heisshunger kommt dann so oder so. Ich finde es ist sinnvoller seine Essgewohnheiten zu ändern:

      – Kaffee oder Tee ungesüsst zu trinken
      – Mineralwasser mit frischgepressten Zitronensaft statt Softdrinks
      – Tiefkühlobst statt Speiseeis
      – selbstgemachten Obstjoghurt oder einfach nur Obst statt Süssigkeiten oder vermeintlich gesundem 0,1 % Fruchtjoghurt mit verstecktem Zucker

      generell Fertigprodukte meiden und Zucker dem Stellenwert in der Ernährung geben, den er schon immer hatte: als Luxus

    2. Hei Rocketnote, tolle Beispiele für die Änderung von Essgewohnheiten. Sehe ich auch als deutlich sinnvolleren und erfolgsversprechenderen Weg. Wobei das Tiefkühlobst mir Angst macht … und statt Joghurt nehme ich auch sehr gerne Magerquark … absolut nicht zu verachten!

    3. ja, Magerquark passt auch fantastisch. Bei TK-Obst sollte man nur beachten es als Speiseeis-Alternative in Betracht zu ziehen (entweder pur, oder in den Mixer mit Joghurt oder Milch*). Beim Kauf von TK-Obst immer drauf achten ob das Obst noch gezuckert wurde.

      * der Tipp mit dem TK-Obst mit Milch/Joghurt funktioniet natürlich auch mit frischem Obst, Milch/Joghurt und Eiswürfeln

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