Mitteldistanz Trainingsplan – Build & Peak

Vierundzwanzig Wochen neigen sich dem Ende zu. Die längsten Trainingseinheiten sind erledigt, in der Woche vor dem Wettkampf geht es nur noch um Material testen, Lockern, Körpergefühl und Selbstvertrauen tanken.

Im Großen und Ganzen bin ich mit der Umsetzung des Trainingsplans zufrieden, auch wenn ich zugegebener Maßen in den meisten Wochen die eine oder andere Einheit modifiziert oder sogar gelassen habe.

Die Umfänge (im April >400km Rad, 160km Laufen, im Mai >650km Rad und 140km Laufen, dazu noch das regelmäßige Schwimmen) waren für meine Verhältnisse und Situation schon enorm. Trotzdem habe ich es geschafft, zuzunehmen. Irgendwas ist dort bei mir wohl ganz falsch gelaufen.

Bei den langen Koppeleinheiten hätten es noch ein oder zwei mehr sein dürfen oder müssen. Bei den durchgeführten Einheiten lief es bei manchen sehr gut und bei anderen, vor allem wegen Ernährung oder zu hartem Training an den Tagen davor, gar nicht. Auch das Stabiprogramm und Dehnen habe ich in der Mitte der Vorbereitung zu sehr vernachlässigt und erst zum Ende hin wieder intensiviert. Das sind aktuell auch die zwei größten Risikofaktoren…

Trotz alledem weiß ich, dass die Grundlage stimmt und ich mich durch das Training – vor allem in den ersten beiden Disziplinen – verbessert habe.

Respekt, Selbstvertrauen, Spannung, Freude

Respekt habe ich, weil natürlich so einiges schief gehen kann auf diesen 117 Kilometern ( 1,9 – 94 – 21,1 ). Physis, Technik, Wetter, Teilnehmer oder Zuschauer können mir einen Strich durch die Rechnung machen. Ebenso habe ich aber auch das Selbstvertrauen, dass diese Herausforderung im Normalfall gut machbar ist. Voller Spannung erwarte ich, wie der Tag abläuft. Der Massenstart zum Schwimmen im Neckar mit 200 anderen Triathleten, der große Wechselbereich, die abgesperrte Radstrecke und dem abschließenden Lauf mit hoffentlich einem tollen Zieleinlauf in Mitten in der City und natürlich die Frage nach der Zielzeit – wobei es bei einem Debüt vor allem darum geht, gut durchzukommen. Man rechnet ja doch. Voller Freude erwarte ich die Zeit nach der Challenge Half. Einfach mal wieder ohne Trainingsplan die Tage und Wochen verplanen…

5 Gedanken zu „Mitteldistanz Trainingsplan – Build & Peak“

  1. Hallo Ruben,
    Gerade deinen Blogpost gelesen und wir trainieren nach dem selben Plan. Bei mir ist es morgen soweit beim Triathlon Ingolstadt über die Mitteldistanz und auch meine Premiere.

  2. Würdest du jetzt im Nachhinein sagen, dass deine Vorbereitung für deine erste MD so gut war, dass du es genauso wieder machen würdest? Würde mich mal interessieren. Grundsätzlich hört sich ja alles ziemlich gut und ausreichend an.

    Weißt du schon, ob du eine weitere nächstes Jahr angehen wirst?

  3. Hallo Nadin,

    bin leider noch nicht dazu gekommen den Wettkampfbericht zu schreiben… der Plan an sich war für mich gut, allerdings habe ich tatsächlich die fehlenden Stabi-/Dehneinheiten gemerkt und ebenso hätte eine oder zwei lange Koppeleinheiten gut getan.

    Der größte Fehler war, dass ich gegen meine eigentliche Rennstrategie gehandelt habe (erster Laufpart viel zu schnell, ebenso Halbmarathon zu schnell angegangen) und dadurch der Halbmarathon ein einziger Kampf war um tatsächlich noch die Sub5 zu packen. Durch die Eingruppierung in den letzten Startblock gab es auf der Radstrecke ständige Überholmanöver was einerseits motiviert aber andererseits auch eine ungleichmäßige Fahrweise bedeutet…

    Eigenverpflegung auf dem Rad hat perfekt funktioniert, was der Veranstalter auf der Laufstrecke gemacht (Wasser mit Kohlensäure) hat ist ein anderes Thema.

    Wenn ich nochmal eine Mitteldistanz angehe, dann würde ich diesen Plan wieder in einer modifizierten Version nutzen und im Winter vielleicht noch einen Fokus auf die Halbmarathon-Pace setzen – das war schon dieses Jahr eine Überlegung, ging dann aber aus familiären Gründen nicht. Aber der Zeitaufwand war für meine Verhältnisse schon eine Herausforderung…

    Anfang Juli starte ich noch auf einer OD in der 3. Liga. Nach Bekanntgabe, dass HN ein Duathlon wird habe ich mir überlegt noch eine richtige MD in diesem Jahr zu machen (z.B. Einsteintriathlon Ulm oder Hofheim / Franken), aber dort ist noch nichts entschieden.

    Viele Grüße,
    Ruben

  4. Das ist eine sehr interessante und vor allem reflektierte Analyse. Bei einer ersten MD nicht selbstverständlich. Hört sich alles in Hinblick auf das weitere Training wohl überlegt an. Renntaktik ist schon wichtig, hakt bei mir aber auch immer mal wieder. Ich habe gute Erfahrungen mit einem HM-WK im Frühjahr gemacht. Das gibt Sicherheit, zwingt zum Training, um Geschwindigkeit zu verbessern und hat sich auch bei mir positiv auf die Radleistung ausgewirkt. Man darf nur eben dieses Training nicht all zu sehr vernachlässigen. Was ich aber daran immer gut finde, ist die Tatsache, dass ich die Grundlagen auf dem Rad sammle und frühzeitig in die Tempophase beim Laufen einsteigen kann.

    Auf jeden Fall viel Erfolg bei der OD. Ist ja nicht mehr lang hin.

  5. Vielen Dank. Die Rad- und Laufstrecke ist am Schluchsee überaus Anspruchsvoll. Dazu wird das Schwimmen im See mein erstes Rennen im Freiwasser sein… ich bin gespannt 🙂

    Das Rollentraining im Winter lief auch ganz ordentlich – wenn auch die Gesamtdauer mit einer Ausnahme maximal auf 1,5h betrug.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie dein Ironman läuft und drücke die Daumen.

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