Produkttest: ASICS Muscle Support Shirt & Tight

Seit einigen Wochen läuft im TV der neue Spot von ASICS für die neue Kollektion mit Muscle Support mit der Aussage, dass es mit dieser Bekledung beim Laufen länger gut läuft.

Das Angebot von ASICS, die Produkte unverbindlich zu testen und somit auch die Möglichkeit zu haben euch von meinen Eindrücken zu erzählen habe ich gerne genutzt.

Hintergrund ist, dass ich in den ersten Jahren meines Läuferlebens von diesen ganzen Kompressionsprodukten zu häufig stolzen Preisen wenig gehalten habe – aus fehlender Erfahrung, widersprüchlichen Meinungen im Internet und häufig dem Fazit „der Träger muss entscheiden, ob es ihm hilft und es sich lohnt“. Seitdem ich die ersten Male mit Kompressionsstrümpfen unterwegs war möchte ich diese in meinem Bekleidungsrepertoire nicht mehr missen, zu gut sind meine Erfahrungen damit wie diese den Muskeln, vor allem bei langen oder schnellen Läufen, helfen.

Umso mehr war ich gespannt ob Shirt und Hose ähnlich positive Effekte erzielen als das Paket von ASICS dann (beim zweiten Versuch) auch endlich bei mir ankommt und ich die knielange Lauftight und das kurzärmlige Oberteil aus der Verpackung nehme.

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Vorneweg: Bisher musste für mich Laufbekleidung einfach nur gut sitzen, Atmungsaktiv sein und Feuchtigkeit gut abtransportieren, nicht reiben und der Jahreszeit entsprechend warm halten oder Luft durchlassen.

Für das richtige „Feuchtigkeitsmanagement“ sind beide Produkte von ASICS mit der speziellen Motion Dry Technologie ausgestattet.

Schon bei der ersten Anprobe wird deutlich, dass diese Teile in M sehr gut sitzen – hoffentlich nicht zu gut. Die Grenze zwischen perfekter Passform und peinlich verläuft eng, sehr eng.

Der (einmalige) Versuch, die Hose auf ein Mal „hochzuziehen“ quittierte das Material mit einem Geräusch welches mich das schlimmste befürchten lies – und glücklicherweise nicht eingetreten ist. Ein schrittweises Vorgehen ist dort sinnvoller.

Die Verarbeitungsqualität (Made in Türkei) ist, soweit ich das an den Nähten etc. beurteilen kann, sehr gut. Auch nach mehreren Läufen und Maschinenwäsche hat sich an diesem hochwertigen Eindruck nichts geändert.

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Die Eindrücke über die ASICS Muscle Support Kollektion habe ich während mehrerer Läufe über ca. 80km gesammelt – vom schnellen Feierabendlauf mit flachen 18km entlang des Kochertals auf dem Radweg über eine schöne 14km Frühlingsrunde bei 20° C mit Höhenmetern bis hin zu 13km Intervalltraining im Oval auf der Tartanbahn bei Regen und ca. 8° C war alles dabei.

Die Running Tight: An dieser Stelle muss erwähnt sein, dass ich selbst im Winter normalerweise keine Tights trage und wenn, dann meist mit einer kurzen Hose darüber. Der Hauptgrund dafür sind rein ästhetische Gesichtspunkte. So war diese Hose von ASICS wegen des Muscle Supports auch meine ersten knielange Lauftight – und ich muss gestehen, meine Vorbehalte gegen Tights waren schon etwas überzogen. Im Vergleich zu meinen zwei langen Tights für den Winter merke ich als Erstes, das die Innennähte klüger positioniert sind als und man sich nicht die Innenseite der Oberschenkel wund reibt (sehr kluges Produktdesign) und als Zweites, dass die Kompression am Oberschenkel deutlich, aber nicht unangenehm ist. Nettes Detail: Die kleine Tasche für den Hausschlüssel hat zusätzlich einen Klettverschluss um zu verhindern, dass der Schlüssel herausfliegt und verloren geht.

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Das Kurzarm Oberteil: Hier hätte ich wirklich nicht gedacht, dass es einen direkt spürbaren Effekt gibt. Aber die Kompression im Schulterbereich merkt man sofort und ich habe diese während aller Läufe nicht als störend sondern immer als sehr angenehm und positiv empfunden.

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Manko: Normal trage ich meine Laufoberteile locker über der Laufhose. Bei diesen beiden Produkten schiebt sich das Oberteil dann leider immer weiter nach oben. Damit man also nicht auf einmal- übertrieben gesagt – bauchfrei läuft war ich ständig damit beschäftigt das Shirt wieder herunterzuziehen. Einzige Lösung – Oberteil in die Hose.

Mein Fazit: Für mich und meinen Bedarf eine tolle Ergänzung und ganz sicher auch weiterhin ein Begleiter für lange oder schnelle Läufe und Wettkämpfe. Anfänglich war ich, wie bereits geschrieben, früher eher skeptisch gegenüber diesen Kompressionswunderprodukten. Aber ASICS hat mich mit dem Muscle Support nun auch im Bereich der Bekleidung wirklich überzeugt. Jedem von euch, der selbst an der Wirksamkeit zweifelt kann ich nur empfehlen: Selbst testen und ein eigenes Bild machen.

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6 Gedanken zu „Produkttest: ASICS Muscle Support Shirt & Tight“

  1. Liest sich gut – und sieht auch noch schick aus! Zumindest, wenn mann die „passende“ Figur dazu hat; so wie Du. Ich würde das Shirt nur testen, wenn ich einen locker sitzenden Fleece-Pulli drüber ziehen könnte…. *räusper*

  2. Hey Eddy, vielen Dank.

    Und so wie du mit deinem Projekt <30 vorankommst kannst du das bestimmt auch bald testen – und ganz ehrlich: So wie ich dich kennengelernt habe, hast du jedes Mal beim Laufen eine gute Figur gemacht.

  3. Das liest sich ja sehr interessant. Ich kenne von diversen Marken Kompressionsbekleidung, vor allem aus dem Triathlonbereich, und egal, ob man nun meint, es würde etwas bewirken, so haben die Sachen alle etwas gemeinsam: sie sitzen zumeist sehr gut (hört sich an, als wäre es hier auch der Fall) und das Material trägt sich sehr gut.

    Bei meinen Kompressionsstrümpfen, die ich allerdings nur heimlich am Tage zur Regeneration oder im Winter unter Tights trage, meine ich, dass ich den Effekt spüren kann. Bei Hosen ist es ähnlich, aber bei Oberteilen bin ich mir noch immer unschlüssig.

  4. Hallo Din,

    dann hast du insgesamt schon bedeutend mehr Erfahrungen mit solcher Spezialbekleidung (v.a. aus deinem Triathlon-Bereich) gesammelt als ich. Aber gerade das Oberteil hat mich sehr überzeugt – teste es auf jeden Fall mal!

    Warum trägst du deine Kompressionsstrümpfe nur in der Regeneration oder versteckt unter Thights?

  5. Schön mal einen Bericht über die ASICS Sachen zu lesen, ich habe nach langem ringen mit mir selbst (ähnliche Vorbehalte) diesen Frühjahr auch Kompressionsoberteile angeschafft, weil sie einfach verschiedene Vorteile haben.

    Zum einen 1A Schweißtransport, kaum Hautirritationen und … so geht’s mir … einige Problemzonen verschwinden darunter auch noch angenehmerweise. Ich werd mir die Asics-Teile auch mal ansehen, bisher habe ich solche Sachen eigentlich nur von Under Armour.

    Aber bei den Hosen bleib ich weiterhin skeptisch … da stelle ich mir irgendwie ständig vor, die müsste man so umständlich anziehen wie Kompressionssocken (und so scheint es ja bei Dir gewesen zu sein 😉 )

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