Produkttest – Pearl Izumi M3 Road

Mit Pearl Izumi habe ich bisher zuallererst Fahrradfahren und Triathlon assoziiert. Umso neugieriger war ich, als von Bunert Laufshop (www.bunert.de) das Angebot kam, mir die Men’s EM ROAD M3 für einen intensiven Test kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Nach einem Monat und über 100km ist es Zeit für ein Zwischenfazit.

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Der erste Eindruck:

Die gewählten Signalfarben sind schon etwas extravagant. Mir gefällt daran vor allem, dass mit Ausnahme der Ferse auf überflüssigen Metallic-Reflektions-Schnickschnack verzichtet wird. Das Mesh fasst sich gut an, ist etwas dicker und blickdicht. Die Verarbeitung von Sohle und Stoff sieht sehr gut aus, die Nähte sind sehr gleichmäßig,  Klebereste oder abstehende Fäden entdecke ich gar nicht und auch die Stabilitätsstütze hinterlässt ein angenehmes Gefühl. Haptik und Optik überzeugen also Hände und Augen.

Was auffällt, sind die mächtig dicke Sohle und das relativ hohe Gewicht– der Schuh ist zwar aus der Stablitätskategorie, aber hier hätte ich mit weniger gerechnet. Das Tragegefühl ist beinahe rundum angenehm, nur die Höhe des Schuhs erscheint relativ niedrig, was den Fußrücken etwas einengt.

Die ersten 100km:

Das Gefühl des Drucks auf den Fußrücken verstärkte sich bei den ersten Läufen. Als Lösung kam nach dem dritten Lauf die Zwischensohle heraus. Der Grip mit dem Schuh ist zu jeder Zeit gut und auch bei längeren Runden mit dem Pearl Izumi M3 Road gab es keine Probleme in Form von Scheuerstellen oder Blasen an den Füßen.

IMG_20140930_212458Durch die verhältnismäßig dicke Sohle kommt gefühlt wenig vom Boden und dessen Beschaffenheit beim Läufer an. Die E:Motion Technologie soll für ein geschmeidiges und gleichzeitig dynamisches Abrollen sorgen – für mich fühlt sich der Schuh durch die sehr wahrnehmbare Dämpfung eher nach „gemütliche Feierabendrunde auf Asphalt“ als nach „dynamische Tempointervalle und Wettkämpfe auf Bestzeit“ an.

Obwohl sich der Schuh an den Füßen gut anfühlt, ist ein abschließendes Fazit nach nur 1 Monat und 100km nicht möglich. Vor allem, weil bei einigen Läufen mit dem M3 Schmerzen in den Knien aufgetreten sind – einem sonst sehr seltenen Problem. Ich werde den Schuh noch auf dem einen oder anderen Lauf testen bis er mich überzeugt – im schlimmsten Fall gibt der Road M3 immer noch einen sehr schicken Freizeitschuh ab.

Zwischenfazit:

  • Super Optik & Verarbeitung – die Qualität von Pearl Izumi überzeugt
  • Gewicht & Dynamik für einen gedämpften Stabilschuh in Ordnung
  • Solider Allrounder für „kräftigere“ Läufer mit Pronation

3 thoughts on “Produkttest – Pearl Izumi M3 Road”

  1. In Größe 45,5 bringt der Brooks Racer ST5 mit Zwischensohle ca. 280 Gramm auf die Waage, der Pearl Izumi M3 ohne Zwischensohle in der gleichen Größe ca. 300 Gramm.

    Mich wundert es auch ein wenig, dass es also gar nicht so viel mehr ist, aber er fühlt sich so an…

  2. Danke für den Test!
    Pearl Izumi habe ich bisher noch gar nicht gelaufen. Demnächst steht mal wieder eine Laufschuhinvestition bei mir an.
    „Wahrnehmbare Dämpfung“ bei geringem Gewicht hört sich interessant an. Vielleicht teste ich so ein Modell mal…
    Jan

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