Studie: Warum wir Läufer laufen

Laufen liegt in der Natur des Menschen. Sofern er keine körperliche Beeinträchtigung hat -egal ob durch Geburt, Krankheit oder einen Unfall- hat er zwei Beine welche der Fortbewegung dienen. Allerdings nutzen viele Menschen ihre Beine kaum mehr im großen Umfang. Man hat öffentliche Verkehrsmittel, das eigene Auto, Rolltreppen und Aufzüge.

Dafür gibt es mittlerweile Millionen Läufer welche nicht mehr unterwegs sind um von Punkt A nach Punkt B zu kommen sondern von Punkt A über Punkt B (und vielleicht C,D und auch E) wieder zu A zu gelangen. Der Laufsport als Hobby. Das Trendbüro Hamburg hat nun eine neue Studie für den Schuhhersteller ECCO erstellt in welcher untersucht wurde, warum man läuft.

Die Technik welche dafür genutzt wurde ist ganz neu und nennt sich InsightBench und ist ein semiotisches Analyse Tool. Also weder Fokusgruppen noch Online- oder Telefonbefragung sondern die Untersuchung von >100.000 Dokumenten aus 68 verschiedenen deutschen und amerikanischen Quellen.

Genug des vorgeplänkels, lassen wir dem Intro nun Informationen folgen welche ein differenziertes Bild über die Mentalität, Vorlieben, Interessen und Abneigungen der Läufer geben.

Performance: Läufer suchen Anerkennung durch Leistung.

Die eigene Leistung ist das wichtigste. In über einem Drittel aller Daten ging es darum. Die eigene Zeit (59%), im Wettkampf (59%) oder im Training (19%).

Gesundheit: Läufer leben mit Schmerzen und fürchten Verletzungen.

Bei einem Fünftel ging es um den Körper und die Gesundheit als essentielle Faktoren für eine gute Performance wobei davon die Hälfte sich mit Verletzungen auseinandersetzen.

Authentizität: Läufer suchen Erlebnisse und neue, große Ziele.

Bei einem Drittel der Dokumente dreht sich alles um die Echtheit. Man erkennt es daran das es sich bei 17% der Beiträge um die Natur dreht. Interessant: Während die Deutschen eher die „sinnliche Schönheit“ suchen möchten die Amerikaner „die Herausforderung, auch wenn die Natur dagegen ist“. Was ich krass finde ist, dass 8% aller Läufer auf Hilfsmittel wie Pulsmesser oder GPS verzichten um bewusst auf ihren Körper zu hören.

Die Details der Studie vom Trendbüro findet ihr auf deren Homepage.
Das Joggerbild auf der Frontseite welches ihr als Thumbnail gesehen habt ist von Sheffield Tiger via FlickR.

4 Gedanken zu „Studie: Warum wir Läufer laufen“

  1. Was ich krass finde, ist dass sich demnach 92% aller Läufer ernsthaft mit so einem vollkommen überflüssigen Schnickschnack wie Pulsmessern, GPS-Geräten usw. zuhängen.
    Incroyable!

    😀

    Rückständig-technologiefeindlichen Gruß 😉

    Matthias

  2. lass mich mal überlegen … wer nimmt immer seine Kamera mit um seine (zugegebenermaßen sehr, sehr schönen und gut geplanten) Touren in Pixelform zu archivieren und publizieren?

    Der Trend ist wohl so neu, das wurde in der Studie noch gar nicht erfasst. Also nicht wirklich vollständig Rückständig-technologiefeindlich.

    Ganz ehrlich, mir erleichtert der Pulsmesser das Training wirklich enorm. Aber ist eben Geschmackssache

  3. Hehe, aber ich hab´ mich lange gegen die doofe Kamera gewehrt…

    Aber du hast natürlich recht, zum Glück kann ja jeder selbst entscheiden, welche Hilfsmittel er beim Training einsetzen möchte oder auch nicht.
    Aber stichel´ halt ganz gerne mal gegen die hochtechnisierten Ipod/Garmin/Polar-Läufer… 😉

  4. Ist ja auch vollkommen legitim. Ich meine du hast sicherlich ein viel intensiveres erleben der Natur als die meisten die abgeschottet mit dem iPod immer die gleiche Strecke laufen…

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