Über den Tellerrand – An der Würm nach Mühlhausen (13,6 Kilometer)

Ja, ich habe ja angekündigt das ich diesen Sommer mit Hannes und Mathias auch eine „Tour über den Tellerrand“ mache. Und am Freitag hatte ich Zeit. Am Morgen noch eine Vorlesung, den Mittag Zeit und Abends musste ich dann wieder in Pforzheim sein zu meiner eigenen Absolventenverabschiedung – so etwas darf man nicht verpassen, ganz offiziell Diplom-Betriebswirt wird man schließlich auch nur ein Mal im Leben.

Also das Auto genommen und nach Tiefenbronn an den Friedhof gefahren. Als ich meine letzte Tour über den Tellerrand gemacht habe bin ich bis zum Alten Wasserwerk gekommen und dort umgekehrt, so muss ich zwar noch circa 2 Kilometer laufen um zu meinem „Über den Tellerrand-Startpunkt“ zu gelangen aber das ist ja mehr oder weniger egal. Außerdem ist es so vom Fahren her praktischer. Was ist das eigentlich für ein tolles Sommerwetter? Dieser Frühling ist der Hammer! Und von dem Vulkanausbruch in Island sieht man auch nichts. Aber naja, kann ja eventuell nur in den höheren Luftschichten auftauchen, was weiß ich.


Los gehts beim Friedhof in Tiefenbronn


Die Wanderkarte offenbart, dass man noch die eine oder andere Route einschlagen könnte – aber der Weg für heute ist klar. Nach Mühlhausen.


Also quer durch ein gerade entstehendes Neubaugebiet (schöne Lage!) und dann wieder die Mühlstraße hinab zum alten Wasserwerk. Hier war ich bereits am 3 März bei meiner letzten Tour. Damals habe ich dort allerdings umgedreht und nicht begonnen.


Zwischendurch kann man durch die Bäume bereits einen Blick auf die Würm „erhaschen“.


Beim Wasserwerk bin ich nach knapp 10,5 Minuten – für etwas mehr als 2,5 Kilometer und rein Abwärts sehr gemächlich wobei das ja egal ist – es geht ja nur um den Spaß und neue Eindrücke und nicht olympische Höchstleistungen.


Nach einer kurzen Orientierungsphase (kann ich eventuell auch auf dieser Flusseite bleiben? – Nein geht nicht) geht es über die Brücke auf den Talweg (ein Teil des offiziellen Würmtal-Radwegs).


Ja, alles sehr harmonische Bilder. Interessant, dass sich das Tal nun bereits viel weiter öffnet als am Ende des Flusses, beispielsweise zwischen Würm und Pforzheim.


Irgendwann macht der Weg einen komischen Knick und verläuft auch abseits des Flusses. Irgendwie penne ich und verliere alle Orientierung. Laufe vor und zurück. Zwei mal. Entscheide mich dann dazu, dem Würmtalradweg weiter nachzulaufen. Am Ende zeigt es sich als die richtige Entscheidung, allerdings waren das ein paar hundert Meter die hier nicht „aufgeführt“ sind… dabei habei ich dann auch zwei Mal diesen Zufluss überquert.


Puh, ich bin doch richtig, sehe die ersten Häuser von Mühlhausen, im Tal gelegen… eigentlich ganz nett. Wenn es nicht ganz so sehr im Abseits liegen würde 🙂


Direkt am Ortseingang geht es über eine Brücke und schon hier sieht man, dass Würm einen schönen alten Kern von Häusern hat. Irgendwie immer wieder beeindruckend, wie früher mit einfachsten Mittel solche Gebäude gebaut wurden, die heute noch stehen!


Und die Leute früher waren nicht nur gute Baumeister (wenigstens einige) sondern auch Philosophen. Nur so kann man sich die Inschrift erklären welche auf der linken Seite steht. „Fürchte Gott und die Dummheit des Pöbels.“ Sehr cool!


Irgendwie bin ich einen ziemlich scheiß zusammengelaufen als ich in Würm angekommen bin. Nur so ist zu erklären, dass ich nun nicht mehr auf dem Würmtalradweg bin und auf einer normalen Straße laufen muss bis ich nach einem knappen Kilometer diesen Fußballplatz sehe. Das ist auch gleichzeitig mein Wendepunkt (hier gibt es einen Parkplatz, optimal für die nächste Tour über den Tellerrand) und auch wieder mein Kontakt zum Würmtalweg.


Offensichtlich bin ich am Fußballplatz bei circa Kilometer 19 der Würm – es ist also noch einiges zu laufen!


So sieht die Würm kurz hinter Mühlhausen aus. Ruhig und friedlich. Absolut ruhig.


Und so etwas weiter Flussabwärts nachdem der Mensch sie in eine Form gezwungen hat. Schnell und voller Energie.


Den Rückweg will ich so schnell wie möglich hinter mich bringen. Auch angesichts des baldigen Termins… also wähle ich einen direkten Wanderweg welcher aber direkt in Mühlhausen noch eine kurze aber intensive Steigung für mich bereithält (Kilometer 9,5 bis 10)


Von hier aus geht es -mehr oder weniger- flach bis nach Tiefenbronn.


Durch den Wald geht es wirklich sehr schnell bis nach Tiefenbronn – nur leider bin ich jetzt auf der falschen Seite und muss noch einmal komplett durch bis ich wieder beim Friedhof bin.


Und da es bei unserer Tour über den Tellerrand auch darum geht neues zu sehen geht es durch den Dorfkern und nicht außen herum. Es ist wirklich eine faszinierende Mischung von alten Fachwerkbauten und Gebäuden aus den 60ern, 70ern und neueren Bauten. Teilweise vielleicht etwas verbaut, aber naja. Das ist die Polizeiwache ^^. Aber rein von den Gebäuden ist Tiefenbronn schon beeindruckend.

Der Rest ist ziemlich schnell erledigt. Schließlich kann man in so einem kleinen Dorf auch nicht jedes Haus fotografieren, wie wird man da von den Eingeborenen nur angeschaut? Nein, das geht wirklich nicht. Aber auch ohne weitere Bilder war es eine wirklich gute Tour. Vielleicht etwas langsam was aber auch den Fotos geschuldet ist und der Tatsache, dass ich es eher locker angegangen bin… Hier nochmals die ganze Tour bei Walkjogrun.

2 Gedanken zu „Über den Tellerrand – An der Würm nach Mühlhausen (13,6 Kilometer)“

  1. Sehr schön, genau so soll eine Tour über den Tellerrand sein – neue Strecke, viel zu Sehen, und zwischendurch sogar noch ein bisschen verirrt (sowas passiert mir ja auch hin und wieder mal 😉 )!
    Wenn´s dann als Bonus auch noch coole Hausinschriften und hübsche Landschaft gibt – perfekt.
    Gefällt mir schon mal richtig gut!

    PS: Oh, und natürlich herzlichen Glückwunsch zum Abschluss!!!

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