Winterrennradtraining – Erfahrungen mit dem Tacx Blue Motion T2625


Eine große Herausforderung bei der Triathlon-Vorbereitung ist das Radtraining im Winter. Laufen geht immer und Schwimmbäder gibt es auch, aber das Biken? Abends wird es zu früh dunkel und am Wochenende ist das Wetter auch nicht immer passend für eine Biketour. Für ein regelmäßiges Training also zu wenig.

Im Herbst habe ich mich intensiv mit der Frage auseinander gesetzt, welcher Rollentrainer für mich der Richtige sein könnte wobei das finanzielle Risiko bei Nichtgefallen möglichst gering sein sollte.

In der engeren Wahl war lange Zeit eine freie Rolle (realistisches Fahrgefühl, dafür das Risiko umzufallen und die fehlende Möglichkeit der Widerstandsregulierung während des Trainings) oder eine feste Rolle, z.b. den Tacx Blue Motion mit Lenkerfernbedienung oder der Elite Turbo Muin, der ohne Reifen hinten auf eine extra Kasette eingespannt wird, preislich auch deutlich teurer ist aber dafür eine deutlich bessere Ruhe verspricht.

Nach langem für & wider habe ich mir den Tacx Blue Motion Pack inklusive Skyliner Vorderradstütze und Trainingsmatte sowie zusätzlich einen speziellen Reifen für Hometrainer von Zaffiro geholt.

Nach so einigen Stunden auf dem Trainer ist es nun Zeit für ein erstes Fazit:

Lautstärke

Auch mit dem speziellen Reifen laut (eine Messung mit einer Handyapp ergab bis ca. 85 Dezibel). Sich während des Trainings zu unterhalten ist müßig. Der TV ist während des Trainings deutlich lauter als normal. Aber: Akzeptabel, auch für die Nachbarn (1. OG in einem älteren MFH).

Trainingssteuerung

Bei TACX gibt es tolle Trainingsvorschläge für die manuell gesteuerten Trainer. Leider müssen ggf. die Übersetzungen umgerechnet werden und ist die Umsetzung der Anweisungen wie „4 min Stufe 5 bei 52×18“, dann „3 min Stufe 4 bei 36×20 „etwas komplex, da drei Handgriffe gleichzeitig gemacht werden sollten.

Training

Ist sehr gut möglich und die Beine merken es! Genug trinken! Max. 2h habe ich es bisher durchgehalten, mein normales Training dauert zwischen 1:15 bis 1:45. Selbst bei offenen Fenstern fliest der Schweiß wegen des fehlenden, kühlenden Fahrtwinds. Ich plane mindestens 1 Liter pro Stunde.

Verarbeitung

Der Rollentrainer wirkt sehr stabil, ist schwerer als erwartet aber kann gut zusammengeklappt werden. Smart: der Skyliner mutiert eingeklemmt zum Tragegriff, nur der Wählhebel hängt komisch herum. Ich benutze die Bodenmatte bei jedem Training, habe aber meine Zweifel das sie wie beworben sehr Geräuschdämmend wirkt. Was ebenfalls etwas merkwürdig aber vielleicht konstruktiv nicht anders möglich ist, ist die Position der Gummifüße nach dem zusammenklappen und das der Booster nur auf zwei kleinen Kanten steht.

Fazit

Für den Preis (ca. 170€ für das Set + 20€ für den Reifen) sicher eine Option für Einsteiger. Die Widerstandsverstellung am Lenker finde ich essentiell wichtig. Wegen der Lautstärke: Das sollte am Besten jeder selbst testen und ggf. die Nachbarn rechtzeitig fragen. Bei einem Einzelkauf würde ich vermutlich auf die Matte von Tacx verzichten.

2 thoughts on “Winterrennradtraining – Erfahrungen mit dem Tacx Blue Motion T2625”

  1. Hallo Ruben,

    das Rollentraining im Winter möchte ich gar nicht mehr missen. Gerade das sehr strukturierte Intervalltraining hat mir letztes Jahr immens geholfen!

    Mit der Rolle hast Du sicherlich nichts falsch gemacht, gerade in Hinblick auf das finanzielle Risiko. Ich habe meine KurtKinetic Rolle Ende letzten Jahres verkauft und nutze nun ein Ergometer. Der Vorteil für mich: bei gutem Wetter schnappe ich mir einfach mein Rennrad und fahre draußen – das ständige Umbauen des Reifens hatte mich letztendlich doch etwas gestört.

    Beste Grüße

  2. Hallo Daniel,

    eben das war für mich auch eine Überlegung – nochmals ein HR mit 11-fach Kassette kaufen war auch ein Grund pro Elite Turbo Muin, wobei man dann ja trotzdem noch die Kasette kaufen muss. Aber bisher geht es weil das Wetter für mich generell nicht zum Rennradfahren zu gut war. Im Frühjahr könnte es spannend werden wann der Reifen getauscht wird – weil ständig will ich das definitiv auch nicht machen.

    Viele Grüße,
    Ruben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.